Färben statt Waschen

Schon im 19. Jahrhundert war allgemein bekannt, dass Wolle und Seide eine spezielle Pflege benötigen und man sie nicht einfach waschen kann wie jedes andere Kleidungsstück. Doch diese Stoffe waren die Standard-Bekleidung des Hochadels – was also tun gegen unschöne Flecken? Um die teure Kleidung nicht zu beschädigen, verzichtete man aufs Waschen und begnügte sich damit, lediglich die Flecken zu entfernen oder die teuren Stücke einfach neu zu färben. Erst als die Reinigung mit Lösungsmitteln erfunden wurde, kleidete sich der Adel nicht nur in schöne, sondern auch endlich in saubere Kleidung.