Einsatzstellenhygiene in der Feuerwehrwäscherei: Korrektes Be- und Entladen

Feuerwehrkleidung ist hochfunktionell – und hochbelastet. Nach jedem Einsatz trägt sie Spuren von Rauchgasen, Ruß, Chemikalien oder biologischen Stoffen. Um die Einsatzstellenhygiene zu gewährleisten, ist eine professionelle und sichere Aufbereitung dieser Textilien unverzichtbar. Doch ebenso wichtig wie die richtige Waschmaschine ist das korrekte Be- und Entladen in der Feuerwehrwäscherei.

Grundsätzlich sind in Feuerwehr-Wäschereien zwei Waschmaschinentypen geeignet. Die Hygiene-Industriewaschmaschine DIVIMAT gewährleistet durch ihre Trennwandbauweise, dass kein Kontakt zwischen kontaminierter und sauberer Wäsche entsteht: Sie wird so in eine Wand eingebaut, dass zwei separate Räume für Schmutz- und Reinwäsche geschaffen werden.
Für die Reinigung von Feuerwehrschutzkleidung eignet sich alternativ auch die hochtourige Waschmaschine ATOLL, die ohne räumliche Trennung arbeitet. Beide Maschinentypen können individuell an die Anforderungen von Feuerwehr-PSA angepasst werden.

Hygiene beginnt beim Handling – nicht erst im Waschprozess

Bereits vor dem Waschen entscheidet sich, ob die Hygienevorgaben erfüllt werden. Schutzkleidung sollte nicht lose in die Waschmaschine gegeben werden, sondern sollte im geschlossenen Kleidersack oder in einer Waschtasche gewaschen werden. Dadurch wird verhindert, dass kontaminierte Partikel in die Luft oder auf die Umgebung übergehen – und das schützt die Mitarbeitenden effektiv vor gesundheitlichen Risiken.

Absauganlagen? Oft überflüssig – und potenzielle Fehlerquelle

In einigen Feuerwehrwäschereien werden Absauganlagen diskutiert, um mögliche Schadstoffe beim Beladen der Maschine abzuführen. In der Praxis ist das bei korrekter Anwendung der Kleidersack-Methode jedoch nicht erforderlich – und kann sogar Nachteile mit sich bringen.

Eine Absaugung bedeutet zusätzliche, oft empfindliche Technik, die regelmäßig gewartet werden muss und bei Fehlfunktionen zu Betriebsausfällen führen kann. Zudem entsteht ein falsches Sicherheitsgefühl: Wird ohne geschlossenen Wäschesack gearbeitet, kann auch eine Absauganlage die Freisetzung von Partikeln nicht vollständig verhindern.

Sicheres Entladen – Schutz bis zum letzten Schritt

Der Waschbeutel kann ganz einfach mitgewaschen werden und bietet so einen zuverlässigen Schutz.

Die saubere Einsatzkleidung kann anschließend in einem geeigneten Trockner oder Trockenschrank hygienisch getrocknet werden. Optional kann der Trockenschrank mit einer Ozonlampe ausgestattet werden. Diese garantiert ein hygienisches Trocknen, da durch die unbedenklichen Mengen Ozon eine Keim- und Geruchsreduktion erzielt wird.

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