Warum die Imprägnierung von Einsatzkleidung für Feuerwehren unverzichtbar ist
Die Einsatzkleidung der Feuerwehr ist weit mehr als nur Schutzbekleidung. Sie ist ein sicherheitsrelevantes System, das Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im Einsatz vor extremen Gefahren schützt: Hitze, Flammen, Regen, Löschwasser, Chemikalien und mechanischen Belastungen. Moderne Einsatzkleidung ist nach Normen wie DIN EN 469 zertifiziert und besteht aus mehrlagigen Hochleistungstextilien.
Damit diese Schutzfunktion dauerhaft erhalten bleibt, ist die regelmäßige und fachgerechte Imprägnierung von Einsatzkleidung zwingend erforderlich. Auf die Dauer bedeutet das, die Imprägnierung wird geschwächt und die Schutzkleidung verliert einen wesentlichen Teil ihrer Funktion.
Für die Imprägnierung der Schutzkleidung gibt es unterschiedliche Methoden. Aber welche Imprägnierung ist die beste und worauf kommt es an?
Wird die Membran durch eine Waschbadimprägnierung beschädigt?
Unsicherheiten im Hinblick auf die Waschbadimprägnierung bestehen häufig im Hinblick auf die Membran. Dadurch, dass bei der Waschbadimprägnierung die Textilien von außen und innen imprägniert werden, ist vielen unklar, inwiefern das die Membran beeinträchtigen kann.
Grundsätzlich gilt: Die Membran wird bei korrekter Waschbadimprägnierung nicht beschädigt. Es gilt vor allem die Häufigkeit der Imprägnierungen im Auge zu behalten. Probleme bzw. das Verkleben der Membran ist in der Regel auf eine zu häufige Imprägnierung zurückzuführen. Die Schutzkleidung verfügt über eine Dauerimprägnierung, die grundsätzlich lange anhält. Imprägniert werden sollte daher nicht nach jeder Wäsche, sondern dann, wenn eine Nachimprägnierung nötig ist.
Sprühimprägnierung
Die Sprühimprägnierung ist eine alternative Methode zur Imprägnierung von Schutzkleidung.
Am Markt verfügbar sind unterschiedliche Systeme, die die Imprägnierung mittels einer zusätzlichen Sprühtechnik in die Waschmaschine einbringen.
Welche Vor- und Nachteile bringt die Sprühimprägnierung mit sich?
Waschbadimprägnierung – die sicherste Form der Imprägnierung von Einsatzkleidung
Hersteller von Schutzkleidung setzen auf die Waschbadimprägnierung. Sie ist auch für die Nachimprägnierung von Schutzkleidung die effektivste, sicherste und wirtschaftlichste Methode zur Imprägnierung von Einsatzkleidung.
Vorteile der Waschbadimprägnierung
- Gleichmäßige Verteilung der Imprägnierung
- Sicherstellung der vollständigen Imprägnierung der Schutzkleidung
- Wirtschaftlicher Betrieb – pro Waschimprägnierung können in einer 18 kg Waschmaschine bis zu drei Garnituren imprägniert werden.
- Keine Anschaffungskosten – eine professionelle Waschmaschine ist dafür ausreichend
- Keine zusätzliche Wartungs- & Verschleißkosten
Thermische Fixierung – der entscheidende Schritt nach der Imprägnierung
Damit die Imprägnierung ihre volle Wirkung entfalten kann, ist eine korrekte thermische Fixierung das A und O. Diese kann in einem Trockner erfolgen oder in einem geeigneten Trockenschrank. Erst durch kontrollierte Wärme verbindet sich das Imprägniermittel dauerhaft mit den Fasern.
Auf Folgendes sollten Sie bei der thermischen Fixierung achten:
Zuverlässigkeit des Erreichens der benötigten Temperaturen Einige Trockenschränke am Markt arbeiten mit beheizbaren Kleiderbügeln. Dort muss unbedingt sichergestellt werden, dass die benötigten Temperaturen zur Aktivierung der Imprägnierung auch außen erreicht werden. Der STAHL Trockenschrank heizt ganzheitlich, so dass das Erreichen der gewünschten Temperaturen außen gewährleistet werden.
Bei der Trocknung und Aktivierung in einem Trockner sollten Sie auf die korrekte Belademenge achten, um die mechanische Einwirkung auf die Schutzkleidung minimal zu halten.
Welche Gefahren entstehen ohne funktionierende Imprägnierung?
Ist die Imprägnierung der Einsatzkleidung abgenutzt, kann sich das Außenmaterial mit Wasser vollsaugen. Das bringt erhebliche Risiken mit sich:
Erhöhte Wärmeleitung
Nasse Textilien leiten Hitze deutlich schneller an den Körper weiter. Im Brandeinsatz kann es zu gefährlichen Verbrühungen kommen, wenn das gespeicherte Wasser verdampft.
Hitzestau und Überhitzung
Eine durchnässte Außenschicht beeinträchtigt die Atmungsaktivität. Schweiß kann nicht mehr entweichen, der Körper überhitzt schneller.
Höheres Gewicht und eingeschränkte Beweglichkeit
Vollgesogene Einsatzkleidung wird schwerer und erschwert das Arbeiten unter ohnehin extremen Bedingungen.
Materialschäden und verkürzte Lebensdauer
Dauerhafte Durchfeuchtung greift das Gewebe an und führt zu schnellerem Verschleiß der PSA.
Eine fachgerechte Waschimprägnierung stellt die wasserabweisende Schutzfunktion zuverlässig wieder her und schützt somit Menschenleben und Material gleichermaßen.
Fazit: Professionelle Imprägnierung statt Kompromisse
Für Feuerwehren, die Verantwortung für die Sicherheit ihrer Einsatzkräfte tragen, ist die Waschimprägnierung in Kombination mit einer professionellen thermischen Aktivierung in einem geeigneten Trockenschrank oder Trockner, die optimale Lösung. Sie bietet ein Höchstmaß an Schutz, Sicherheit und Effizienz.
Sichern Sie den Schutz Ihrer Einsatzkräfte – sprechen Sie mit uns über professionelle Lösungen zur Imprägnierung von Feuerwehr-Einsatzkleidung.