Schutzkleidung optimal reinigen

Besonders Schutzkleidung muss schonend und gleichzeitig gründlich gereinigt werden. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt:
FEUERWEHR- UND RETTUNGSDIENSTBEKLEIDUNG

Schutzkleidung sicher reinigen und erhalten

Schutzkleidung von Feuerwehren und Rettungsdiensten ist im Einsatz hohen Belastungen ausgesetzt. Damit Schutzfunktion, Materialeigenschaften und Tragekomfort langfristig erhalten bleiben, müssen Reinigung und Trocknung exakt auf die Anforderungen der PSA abgestimmt sein. In den folgenden Fragen erfahren Sie, worauf es bei Waschmaschine, Waschprogramm, Dekontamination und schonender Trocknung ankommt.

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Gefahr für Einsatzkräfte

Die Folgen unsachgemäßer Reinigung von PSA (Persönliche Schutzausrüstung)

Eine fachgerechte Reinigung und Trocknung erhält die Schutzfunktion und Langlebigkeit der PSA – damit sind Einsatzkräfte immer auf der sicheren Seite. Eine falsche Reinigung und Trocknung können fatale Folgen haben:

Reflexstreifen werden blind

Die Sichtbarkeit der Reflexstreifen nimmt ab, was die Sicherheit im Einsatz beeinträchtigt.

Nähte fransen aus

Die Stabilität und Lebensdauer der Schutzkleidung werden durch ausgefranste Nähte reduziert.

Membrane reißen

Die wasserdichte und atmungsaktive Funktion der Schutzkleidung wird durch beschädigte Membranen eingeschränkt.

Klebenähte lösen sich

Nähte, die geklebt statt genäht sind, können sich bei unsachgemäßer Reinigung lösen.

Atmungsaktivität eingeschränkt

Bei unsachgemäßer Behandlung, beispielsweise mit nicht geeignetem Waschmittel, kann die Atmungsaktivität der Kleidung stark eingeschränkt sein.

Übertrocknung von Handschuhen

Handschuhe können durch zu hohe Trocknungstemperaturen einlaufen und verdrehte Inlays bekommen.

Zu niedrige Trocknertemperatur für Imprägnierung

Eine nicht ausreichend hohe Trocknertemperatur kann die Reaktivierung der Imprägnierung von PSA verhindern.

6 Tipps

Schutzausrüstung zuverlässig de­kon­ta­mi­nier­en und trocknen

Feuerwehrleute sind im Einsatz einer erheblichen Schadstoffbelastung ausgesetzt. Die komplette Schutzausrüstung, vom Helm bis zu den Stiefeln, muss daher effektiv gereinigt werden. Unsere Technologie ermöglicht die zuverlässige Dekontaminierung und trägt zur Langlebigkeit der Ausrüstung bei.

PSA schon am Einsatzort säubern und sicher transportieren

Stark verschmutzte Einsatzkleidung kann bereits vor Ort mit Wasser abgespritzt werden.

Ausrüstung farblich sortieren und sicher transportieren

Für den sicheren Transport können diffusionsdichte Säcke genutzt werden. Eine Vorsortierung für die spätere Reinigung ist hier sinnvoll – nutzen Sie unterschiedlich farbige Säcke, um die Kleidung in stark verschmutzt und rußbelastet, leicht verschmutzt sowie Kontakt mit Körperflüssigkeiten, Bakterien und Abwasser zu sortieren.

Waschschleudermaschinen mit spezialisierten Waschverfahren nutzen

Wir bieten individuell programmierbare Waschschleudermaschinen mit Spezialprogrammen für die Reinigung sämtlicher Bestandteile der Schutzkleidung, einschließlich waschbarer Masken und Stiefel. Mit dem Einsatz professioneller Waschtechnik stellen Sie sicher, dass Ihre Einsatzbekleidung gründlich und schonend gereinigt wird.

Alle waschbaren Artikel reinigen

Nutzen Sie die Profi-Waschmaschine auch für Ausrüstungsteile wie Stiefel, Handschuhe Atemschutzmasken und Leinen, um alle waschbaren Artikel gründlich zu reinigen.

Sicheres Befüllen der Waschmaschine

Nutzen Sie beim Umgang mit kontaminierter PSA einen Atemschutz sowie Handschuhe, um die Waschmaschine sicher zu beladen.

Trockenschrank für schonende Trocknung

Die Ausrüstung soll schnell trocknen und dabei geschont werden. Im Trockenschrank erfolgt die bewegungsfreie Trocknung der Schutzkleidung, wodurch Gewebe, Nähte und Reflexstreifen länger intakt bleiben. Auch hohe Temperaturen für die Reaktivierung der Imprägnierung sind möglich, ohne die Membranen zu beschädigen.

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Laden Sie unsere Checkliste für die optimale Reinigung von Schutzkleidung herunter.
Expertenwissen

Häufige Fragen (FAQ)

Als Schutzkleidung für Feuerwehr und Rettungsdienst versteht man Schutzbekleidung der Norm EN469, bzw. solche Schutzkleidung, die dem Anforderungsprofil der Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für universelle Feuerschutzbekleidung (HuPF) entspricht.

Die professionelle Wäsche der Schutzkleidung ist aus mehreren Gründen wichtig.
Wesentlich ist, dass die nicht brennbaren bzw. flammenhemmenden Eigenschaften der Kleidung erhalten bleiben. Dafür ist die korrekte und schonende Reinigung maßgeblich.
Dazu gehört beispielsweise auch, dass alle Klettverschlüsse und Reißverschlüsse bei der Reinigung geschlossen, bzw. abgedeckt werden. Andernfalls können diese Bestandteile Beschädigungen der Kleidung verursachen.
Die professionelle Wäsche der Schutzkleidung ist nicht nur zum Schutz der Kleidung, sondern auch zum Schutz der Rettungskräfte und Feuerwehrleute wichtig. Schutzkleidung wird häufig extrem verschmutzt. Durch ruß-, öl- und fetthaltige Substanzen, die nicht sachgemäß entfernt wurden, kann die Gesundheit der Feuerwehrleute oder Rettungsdienstmitarbeiter angegriffen werden. Im schlimmsten Falle können nicht entfernte Substanzen in der Schutzkleidung krebsfördernd sein.

Grundsätzlich gilt: Für die Wäsche von Schutzkleidung dürfen nur freiprogrammierbare Waschmaschinen mit einem Fassungsvermögen von mindestens 14 kg eingesetzt werden. Optimal geeignet ist unsere hochtourige Waschschleudermaschine ATOLL.
Beachten Sie zudem, dass die Maschinenkapazität zu maximal 75 % genutzt wird, damit die mechanische Belastung der Schutzkleidung minimiert wird.

Grundsätzlich sollte Schutzkleidung ausschließlich separat gewaschen werden, um die Eigenschaften nicht nachteilig zu beeinflussen und um das Anhaften brennbarer Materialien von anderen Kleidungsstücken zu verhindern.
Nur in einer freiprogrammierbaren Waschmaschine haben Sie die Möglichkeit folgende, entscheidende Parameter den Vorgaben entsprechend zu steuern: Wasserstand, Temperaturen, Zugabe des Waschmittels über Dosieranlage.

Grundsätzlich sollten Sie sich an die Angaben zur Reinigung auf dem jeweiligen Etikett der Schutzkleidung halten. Diese sind immer für die definierte Schutzkleidung verbindlich und optimal. Nachfolgende Hinweise können die Angaben auf dem Pflegeetikett nicht ersetzen, sondern gelten nur übergreifend.   
Als Waschmittel darf nur speziell zugelassenes Waschmittel speziell für die Wäsche von Schutzkleidung eingesetzt werden. Haushaltswaschmittel, Weichspüler, Bleichmittel oder normales Pulverwaschmittel darf nicht eingesetzt werden. Der Waschgang sollte im Schonwaschgang ausgeführt werden. Der Schonwaschgang sollte mit einem Verhältnis von 15 Sekunden Trommelbewegung und 15 Sekunden Trommelstillstand programmiert werden. Wir empfehlen für das Flottenverhältnis 1:6. Insgesamt sollten drei Spülbäder mit einem Flottenstand von 1:8 durchgeführt werden. So gehen Sie sicher, dass sämtliche Tenside und Alkali entfernt wurden.